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Adelaide - Melbourne (20.01. - 28.01.2011)

 

Das Auto abgegeben, eingecheckt, pünktlich abgeflogen und zu früh in Adelaide angekommen, um das nächste Auto zu übernehmen. So problemlos sollten Inlandflüge immer sein. Im Freitagabendverkehr kurvten wir gemütlich durch Adelaide zum Vorort Semaphore, wo uns ein Bed and Breakfast für die nächsten 2 Tage und Nächte erwartete, welches von meinen Ex-Ringier-Arbeitskollegen gesponsert wurde. Und eins vorweg. WOW, es war der Hammer. Ok, nicht genau das, was ursprünglich reserviert war (bereits ausgebucht). Aber die Alternative hat uns Drei aus den Socken gehauen! Auf diesem Weg nochmals vielen Dank! Und ja, ich hab an das Team gedacht, dass zu dieser Zeit im Jahresabschluss steckte, während wir hier am anderen Ende der Welt das Leben in vollen Zügen genossen. Nicht nur das tolle Appartment; auch das kleine nette Vorortstädtchen, der Strand, das badewannenwarme Wasser, die fischenden Pelikane und der nur wenige Meter vor mir schwimmende Delphin im seichten Nass machten den Ort und die 2 Tage für uns alle unvergesslich.

Wir sind nicht nur in Semaphore geblieben. Auch Adelaide haben wir natürlich angeschaut und dabei unsere Nachbarin aus Zürich, Annelise mit ihrer Freundin Elisabeth, getroffen. Nach einem gemütlichen Schwatz bei einem kühlen Bier haben wir uns verabschiedet. Denn; nicht nur bei der Arbeit gibt es Deadlines. Auch auf Reisen müssen Termine eingehalten werden. Deshalb fuhren wir nach der 2. Nacht schon vor Mittag Richtung Port Jervis ab, um die Fähre nach Kangaroo Island zu bekommen. Die Überfahrt war nichts für Leute, welche schon während einer Pedalofahrt auf dem Zürichsee bei einem vorbeifahrenden Schiff einen komischen Magen beklagen. Nicht nur Lee musste sich übergeben. Der ganze Innenraum des Schiffs hatte bei Ankunft einen leicht kötzlichen Gestank, wenn man das so schreiben kann. Chantal und ich haben die Überfahrt dank Flucht auf das Deck und somit an die frische Luft unbeschadet überstanden. Lee ging es dann auch ein bisschen besser.

Kangaroo Island hat uns sehr gut gefallen. Die Natur, die Tierwelt, die einsamen Buchten und Strände haben uns imponiert. Nebst Kängurus und Wallabis haben wir Koalas und Seelöwen in freier Natur beobachten können, wie ihr in unserer Fotogallerie "Kangaroo Island" sehen könnt. Auch haben wir überraschenderweise unsere Wiener Freunde aus Sydney wieder getroffen. Ein herzliches aber kurzes Wiedersehen. Nach 3 Tagen und 2 Nächten verliessen wir die Insel wieder auf gleichem Weg. Die Variante mit dem Mietauto und die Erkundung der 2. grössten Insel Australiens auf eigene Faust, hat sich gelohnt. Wir sind sowieso lieber mit unserem eigenen Tempo unterwegs als auf strikte Zeitpläne zu achten.

Zurück auf dem Festland, machten wir uns auf den Weg nach Melbourne. Für die Strecke hatten wir 4 Tage Zeit. Das erste Ziel war Mount Gambier, das an einem erloschenen Vulkan liegt. Das besondere an diesem erloschenen Vulkan ist der See im Krater, der während der Sommermonaten seine Farbe von Grau für ca. 3 Monate in ein leuchtendes Blau verwandelt. Der genaue Grund ist bis heute ungeklärt. Die Nacht verbrachten wir im Knast. Ja genau, im Gefängnis. Jedoch freiwillig und gezahlt haben wir auch noch dafür. In einer fensterlosen Zelle haben wir übernachtet. Das Gefühl war zuerst beklemmend, hat sich dann aber gelegt dank dem Wissen, dass man jederzeit die Zellentüre aufmachen und das Gefängnis verlassen kann. Dies ist übrigens seit 1995 für den offiziellen Gebrauch stillgelegt. Ein paar Fotos sind in unserer Fotogallerie "Adelaide - Melbourne" zu sehen.

Das nächste Etappenziel war Port Fairy. Ausser dass wir den Match Federer - Wawrinka im schmucken Hostel geschaut haben, gibt es nichts interessantes zu berichten. 

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur Great Ocean Road. Eine der bekanntesten Küstenstrassen der Welt mit den noch bekannteren 12 Apostles als Höhepunkt. Die Strasse ist über 200 Kilometer lang und hat viele Facetten, da sie die meiste Zeit gar nicht direkt an der Küste entlang gebaut ist, sondern auch durch Regenwald, Eukakyptuswälder und Weideland führt. Auf einem dieser Abschnitte konnten wir frei lebende Koalas beobachten. Ein Exemplar schlief nur gerade 2 Meter über dem Boden und liess sich von uns auch nicht stören. Am Abend zelebrierten wir den Australia Day mit einem Chicken und Bier am Strand von Apollo Bay.

Am letzten Tag vor der Übernahme unseres Campers in Melbourne, haben wir noch die Bells Beach besucht, welche bei Surfern wie auch bei Filmfreunden bekannt ist. Denn die letzte Szene des Films Gefährliche Brandung (Point Break), mit Keanu Reeves und Patrick Swayze, spielt an dieser Beach. Danach fuhren wir gemächlich nach Queenscliff, ein Vorort von Melbourne, um dort das letzte Mal in einem Hostel zu übernachten, bevor wir am nächsten Morgen unser Camper für die nächsten 2 Monate übernehmen. Unser rollendes Zuhause, auf das wir uns schon lange freuten.

Adelaide - Melbourne




Kangaroo Island




Great Ocean Road


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