skip to content
83_Chantal Lee 1 image
Du bist der Besucher Nr.:

 

Byron Bay - Brisbane (17.02. - 25.02.2011)

 

Byron Bay. Hier werden wir ein paar Tage bleiben. Entspannen, faulenzen und uns vom „Reisestress“ erholen. Byron Bay ist für das genau der richtige Ort. Cape Byron und die Stadt Byron Bay liegen am östlichsten Punkt des australischen Festlandes. Einst war der Ort ein Geheimtip bei Rucksackreisenden aus aller Welt, doch hat sich das Bild gewandelt. Heute ist die Stadt für alle Bevölkerungsschichten ein beliebtes Urlaubsziel. Wegen der bunten Mischung aus Lebenskünstlern, Hippies und Naturheilern galt Cape Byron lange Zeit ausschliesslich als Metropole alternativen Lebens. Mondäne Sommerresidezen mit Ozeanblick zeigen jedoch, dass die australische High-Society den Ort mittlerweile ebenfalls schätzt. Wir haben direkt am Meer auf einem Campingplatz eingecheckt und uns für die nächsten Tage eingerichtet. Die Sonne strahlte jeden Tag vom Himmel. Der herrliche Sandstrand mit einer natürlichen Lagune war perfekt für Lee. Das Wasser war badewannenwarm und klar. Wir waren aber nicht nur am baden. Wir haben auch einen Ausflug nach Nimbin gemacht, den bekannten Byron Bay Market besucht, sowie einen Spaziergang zum Leuchtturm, mit herrlicher Aussicht auf Strand und Ozean, unternommen. Aber insgesamt haben wir doch sehr viel Zeit zur Entspannung aufgewendet. 

Total relaxt sind wir nach fünf Tagen und Nächten weiter in den Norden gefahren. Das Ziel war Tweed Head, die nördlichste Stadt im Staat New South Wales und direkt an der Grenze zu Queensland. Eine Nacht verbrachten wir da mit dem Wissen, dass wir schon bald wieder zurückkommen, da schon in 3 Tagen der Quicksilver Pro Surfcontest stattfindet, mit den grössten Surfcracks wie z. B. Kelly Slater (er hat diesen Contest dann auch gewonnen und ein Preisgeld von 75’000 USD abkassiert). Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Lamington NP, wo wir einen „Top of the Tree Walk“ unternommen haben. Auf Höhe der Baumkronen einen Spaziergang zu machen, war für uns was Neues und ziemlich spektakulär. Übernachtet haben wir in einem kleinen Dorf gleich neben dem Visitor Center. So ruhig war es, dass es fast ein wenig unheimlich war.

Nach Ruhe und Natur war wieder Lärm und Stadtleben angesagt. Es ging weiter nach Surfers Paradise, an die Gold Coast, bereits in Queensland. Die Stadt besichtigt, den Nachmittag am Strand verbracht und uns an einem super Plätzchen direkt am Strand und inmitten der Stadt für die Nacht einquartiert. Wir konnten es fast nicht glauben, dass man an einer solchen Location einfach so frei campieren kann. Aber es gab nirgends ein Schild, dass uns das verboten hätte. Ein holländisches Pärchen sah das genauso. Wir sassen so da, das erste Bier war schon Stunden vorher getrunken, da kamen 2 Offizielle der Stadt angebraust, um uns bestimmt zu erklären, dass wir hier die Nacht nicht verbringen dürfen und dass dies an der gesamten Gold Coast verboten sei. Um das noch ein bisschen zu unterstreichen, machten sie noch ein Foto unserer Autonummer und drohten mit einer Busse von 250 AUD, würden wir irgendwo in der Nacht entdeckt werden. Somit wurden wir das erste mal während unseren Reisen weggeschickt. Premiere. Es war stockdunkel, so gegen 9, als wir uns von den Holländern verabschiedeten, und wieder Richtung New South Wales und der Ortschaft Tweed Head machten, da wir am nächsten Morgen sowieso den Surfcontest besuchen wollten. Fast eine Stunde später haben wir nach längerem Rumkurven in Tweed Head endlich einen Parkplatz gefunden (Campingplätze waren ja alle schon geschlossen), wo auch schon ein anderes Wohnmobil stand. Super, dachten wir, so sind wir nicht alleine. Als wir uns dem Fahrzeug näherten, bemerkten wir zu unserem Erstaunen, dass es wieder die Holländer waren und wir per Zufall wieder den gleichen Platz ausgesucht haben. Dieses Wiedersehen haben wir dazu genutzt, mit denen bis spät in die Nacht Tschau Sepp zu spielen. Die Nacht war ruhig und wir konnten durchschlafen, bis uns Lee geweckt hat. Zum Glück Lee und nicht jemand anderes!

Der Surfcontest fand unter perfekten Bedingungen statt. Sonnenschein und grosse Wellen. Wir verbrachten den ganzen Morgen da, ja, haben sogar dort unser Müesli gegessen und Schoggidrink und Kaffee getrunken. Einen besseren Platz für ein Frühstück gibt es nicht. Am Nachmittag fuhren wir dann weiter Richtung Brisbane. Die Stadt, welche noch vor wenigen Wochen mit fürchterlichen Überschwemmungen weltweit in den Schlagzeilen war. Wie wird es da wohl aussehen, fragten wir uns?

Byron Bay - Brisbane


21_RS image