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Bundaberg - Townsville (05.03. - 15.03.2011) 


In Bundaberg angekommen, machten wir uns gleich auf zur Bundaberg Rum Destillery, wo der im ganzen Land beliebte Bundaberg Rum aus Zuckerrohr produziert wird. Der Tag war regnerisch und genau richtig für einen kurzen Stop im „Rum-Fan-Shop“. Danach machten wir uns auf den Weg zur Town of 1770. Captain James Cook hatte dort im Jahre 1770 zum ersten Mal den Boden Queenslands betreten. Dies sollte unser nächster Übernachtungsort sein. Sollte. Es kam wieder mal anders als geplant. Nachdem wir Bundaberg hinter uns liessen, hat die Intensität des Regens von, sagen wir mal, ab und zu ein Regenguss, zu, Schütten was das Zeug hält, gewechselt. Die Scheibenwischer schossen von links nach rechts und wieder zurück, während sich das Wasser schon  einzelne Strassenabschnitte schluckte. Der erste überflutete Abschnitt meisterten wir noch mit Bravur, sowie auch den Zweiten und Dritten. Der vierte überflutete Abschnitt war ca. 100 Meter lang und der Tiefenindikator zeigte mehr als 40 cm an. Dies stoppte uns dann endgültig.  Wir mussten umkehren und entweder wieder mehr als 150 Kilometer nach Bundaberg zurückfahren, oder aber eine nicht asphaltierte Abkürzung in Angriff nehmen. Wir entschieden uns für die Abkürzung durch Schlamm, Schlaglöcher und Wellblechstrasse. Es war bereits dunkel, als wir in einem kleinen Dorf am Highway in einer Nebenstrasse parkierten und uns für die Nacht einrichteten.

Für die nächsten 4 Tage gibt es nichts Spezielles zu berichten. Kleine Ausflüge da, längere Autofahrten dort, bis wir in Airlie Beach ankamen, das Tor zu den Whitsunday Islands und dem Great Barrier Reef.

Da angekommen, haben wir sogleich einen Schnorcheltrip mit anschliessendem Besuch der Whitehaven Beach gebucht.

Am nächsten Morgen gings dann schon los. Pünktlich wurden wir auf dem Campingplatz abgeholt und schon bald waren wir mit einem Schiff und ca. 20 weiteren Leuten auf dem Weg ins Great Barrier Reef. Das erste Ziel war eine Bucht wo man schnorcheln konnte. Auf dem Weg dorthin, es hat schon gehörig geschaukelt, wurde jeder Passagier gefragt, ob er schnorcheln wolle und wenn ja, ob man einen Stinger-Anzug besitzt oder einen für acht Dollar mieten möchte. Stinger Anzug? Was ist das denn, haben wir uns gefragt und haben zuerst mal einen auf abwarten gemacht. Wir wurden dann belehrt, von den einheimischen Passagieren und der Boardcrew, dass es überaus ratsam sei, einen solchen anzuziehen. Wegen den Quallen, die so gefährlich sind, dass man daran sterben kann. Und wenn man Glück hat, liegt man nur so gegen 3 Tage im Spital. Aha, das hat uns aber niemand gesagt, als wir gebucht haben. Also habe ich auch so einen Ganzkörperpariser gemietet. Von Kopf bis Fuss in diesem scheusslichen Ding, dass schon von tausend anderen getragen wurde, bei Wassertemperaturen von gegen 28 Grad. Das kann einem gleich die Lust stehlen. Chantal hat sich entschieden, mit Lee an Bord zu bleiben (auch andere haben sich so entschieden) und auf ein kleines Glasbodenboot umzusteigen, während wir am schnorcheln waren. Ich war froh, endlich ins Wasser zu kommen. Es war mir nämlich schon ziemlich übel von dieser Schaukelei. Ich dachte, wenn ich im Wasser bin, geht es mir dann ein bisschen besser. Falsch gedacht. Ich bin nur so planlos durchs Wasser geschwommen, mit diesem dämlichen Anzug und einer noch dämlicheren Schwimmnudel um den Körper, als ich plötzlich am Arm dieses gedämpfte Brennen spürte und mich erschrocken umsah. Eine Qualle hat mich erwischt und zum Glück hatte ich einen Anzug an. Trotzdem bin ich so schnell wie möglich wieder zum schaukelnden Boot geschwommen. Angekommen, ins Boot gestiegen, mich dem Schwanken ausgesetzt und nur kurze Zeit später, es wurde mir immer schlechter, die Fische gefüttert. Ich musste mich nicht nur einmal übergeben. Immer wieder und auch als alles draussen war, ging es einfach weiter. Dank Ingwer Tabletten konnte ich die anschliessenden Besuche des Lookouts über der Whithaven Beach sowie die Whithaven Beach selber, einigermassen geniessen. Das Wetter war nämlich prächtig. Für Chantal und Lee war der Ausflug unvergesslich. Für mich auch, jedoch hat dies einen anderen Grund. 

Wir blieben noch weitere fünf Tage in Airlie Beach. Wir besuchten einen Markt, gingen in einer künstlichen Lagune baden, aktualisierten unsere Homepage (ist nämlich ein grosser Zeitaufwand) und genossen das süsse Nichtstun. Die letzten 2 Tage jedoch, fing es wieder öfters an zu regnen und am Tag unserer Weiterreise nach Townsville, konnte man nichts anderes machen als zu fahren. Es regnete nämlich die meiste Zeit.

Bundaberg - Townsville